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Passantenbefragung in Wanne-Eickel

Vor der Passantenbefragung stellte sich die Klasse 10 der
Freiherr-vom-Stein-Hauptschule mit Hospiz-Leiterin Anneli Wallbaum (mit Schild, links daneben Lehrer Jürgen Ruschinzik) 
und Projektleiter Gerd Felder (Team Zirkel aus Münster, rechts) zum Gruppenfoto auf.

Passantenbefragung:  Fragen zum Thema Tod

Mit dem Aschermittwoch ist es vorbei

Passantenbefragung der Freiherr-vom-Stein-Schule in Wanne-Eickel/
Klare Mehrheit hält Hospize für eine gute Sache

Wanne-Eickel. Der Aschermittwoch hat für die meisten Wanne-Eickeler keine Bedeutung mehr. Das markante Startdatum für die Fastenzeit ist selbst für Katholiken längst ein Tag wie jeder andere, aber auch den „tollen Tagen“ des Karnevals trauert die Mehrheit nicht nach.
Das ist das vielleicht etwas überraschende Ergebnis einer Straßenumfrage in der Fußgängerzone von Wanne, bei der die Klasse 10 der Freiherr-vom-Stein-Hauptschule mit ihrem Lehrer Jürgen Ruschinzik jetzt etwa 90 Passanten befragte.
Die meisten kennen Hospize und halten sie für eine gute Sache, aber nur etwa ein Drittel der Befragten kennt das Lukas-Hospiz in Herne.

Die Passantenbefragung gehörte zum Projekt „Leben bis zuletzt“ des Lukas-Hospizes, das noch bis zu den Osterferien läuft. Es ist kurz vor 11 Uhr, als sich die 17 Schüler vor dem Wanner Einkaufszentrum (WEZ) mit Anneli Wallbaum, Leiterin des Lukas-Hospizes, und Projektleiter Gerd Felder („Team Zirkel“ aus Münster) treffen.
Schon ziehen sich die ersten Wolken bedrohlich am Himmel zusammen, aber noch lugen hier und da auch ein paar Sonnenstrahlen durch. Felder verteilt die Zettel mit den Fragen und gibt den Schülern noch ein paar Tipps mit auf den Weg. „Lasst euch nicht entmutigen, wenn manche Leute einfach an euch vorbeilaufen und euch nichts sagen wollen“, ermutigt der Projektleiter die Schüler.
Fünf Gruppen machen sich in unterschiedliche Richtungen auf den Weg, verteilen sich auf die Fußgängerzone und die Seitenstraßen und befragen die Passanten vor und in den Geschäften. Manche Schüler müssen erst einmal eine Hemmschwelle überwinden, bis sie sich trauen, die vorbeihastenden Erwachsenen zu befragen, aber nicht zuletzt durch die Unterstützung durch Anneli Wallbaum und Jürgen Ruschinzik sowie Gabriele Felder vom „Team Zirkel“ ist das Eis bald gebrochen.
Hartnäckig und charmant, engagiert und einfühlsam zugleich gelingt es den einzelnen Gruppen - trotz mancher Absagen - immer wieder, mit Vertretern aller Generationen zwischen 14 und 83 Jahren ins Gespräch zu kommen.

„Was bedeutet für Sie persönlich Aschermittwoch?“ „Oder trauern Sie eher Karneval nach?“
„Haben Sie sich schon mit dem Thema „Sterben und Tod" auseinandergesetzt?“
„Haben Sie Angst vor dem Tod?“  „Was wissen Sie über Hospize?“
„Und was halten Sie von Hospizen?“ „Kennen Sie das Lukas-Hospiz in Herne?“ lauten die Fragen, mit denen die Schüler „Ureinwohner“ und Zugewanderte, Junge und Alte, Katholiken und Protestanten, Orthodoxe und Muslime konfrontieren. Dabei stellt sich rasch heraus, dass viele sich zumindest nach eigener Aussage bereits mit Sterben und Tod auseinandergesetzt haben, die wenigsten sich aber vor dem Tod fürchten. „Wenn es kommt, dann kommt´s“, lautet hier der Grundtenor.
„Wir wissen nicht, was nach dem Tod kommt, und deshalb habe ich keine Angst“, lautet eine Stimme. Von der evangelischen Christuskirche schlägt es zwölf Uhr. Aus verschiedenen Richtungen strömen die fünf Schülergruppen wieder zusammen. Vor dem Gotteshaus werden die Ergebnisse ausgetauscht.
„Ich hatte mir die Umfrage schwerer vorgestellt“, urteilt Christoph Scheidel, der zusammen mit Tim Janssen, Artur Neufeld und Brian Hinkmann eine Gruppe gebildet und besonderes Geschick beim Interviewen bewiesen hat. „Die Leute haben es uns relativ leicht gemacht - trotz der nicht ganz alltäglichen Fragen.“

Von Projektleiter Felder ernten alle ein großes Lob: „Das war wirklich Überzeugungsarbeit an der Basis, was ihr geleistet habt. Eine Hauptschule, die bald geschlossen wird und sich trotzdem so engagiert - das ist schon bemerkenswert.“
Auch Hospiz-Leiterin Anneli Wallbaum und Lehrer Jürgen Ruschinzik zeigen sich begeistert. „Die Sache Lukas braucht Begeisterte, und das macht mit den Schülern besonders viel Spass“, so die Hospiz-Leiterin. „Was uns betrifft, so halte ich das Ergebnis für nicht repräsentativ, weil ich denke, dass die Herner schon wissen, dass es ,ihr Lukas´ gibt. Aber wir werden weiter daran arbeiten, dass man uns kennt.“
Als Belohnung für das große Engagement lädt Hospiz-Geschäftsführer Gisbert Fulland am Ende alle zu einem wärmenden Kakao in eine italienische Eisdiele ein. 
Gerd Felder

Info: An dem Projekt „Leben bis zuletzt“, das bis zu den Osterferien dauern soll, sind 10 Gymnasien, Gesamt-, Real- und Hauptschulen mit 20 Klassen und über 400 Schülern aus Herne und Wanne-Eickel beteiligt. Unter Leitung des „Teams Zirkel“ aus Münster arbeiten die Schüler der Klassen 7 bis 12 insgesamt zehn Wochen lang zum Themenbereich „Sterben und Tod". Sie schreiben alle gemeinsam an einem Buch, das die verschiedensten Aspekte des Themas berücksichtigen und im Laufe dieses Jahres veröffentlicht werden soll.


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Fotostrecke

Projektleiter Gerd Felder (Team Zirkel) verteilte die Zettel mit
den Fragen an die Schüler.

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Die Fragen werden noch einmal studiert.

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Es geht los.

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Engagiert und einfühlsam, charmant und hartnäckig
zugleich befragten die Schüler die Passanten in der Wanner Fußgängerzone.

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Engagiert und einfühlsam, charmant und hartnäckig
zugleich befragten die Schüler die Passanten in der Wanner Fußgängerzone.

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Auch Hospiz-Geschäftsführer Gisbert Fulland nahm an der
Straßenumfrage teil.

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Schüler befragen Passanten.

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Lehrer Jürgen Ruschinzik (Mitte) unterstützte seine Schüler bei der Befragung.

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Projektleiter Gerd Felder (Team Zirkel, Mitte) trug am
Schluss der Straßenumfrage die Ergebnisse zusammen. An der Seite Hospiz-Leiterin Anneli Wallbaum.

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Hospiz-Geschäftsführer Gisbert Fulland (Mitte, hinten) lud am Ende
alle Teilnehmer an der Umfrage zum Kakao ins italienische Eiscafe ein.

Fotos Gerd Felder

 


Einen schönen guten Tag. Wir sind Schüler der Freiherr-vom-Stein Schule und möchten Ihnen einige Fragen zum Thema Sterben und Tod stellen. Haben Sie vielleicht zwei Minuten Zeit?“ So gehen Jermain (17), Joseph (16) und Soufian (15) auf Passanten zu, die ihnen in der Wanner City entgegenkommen. Seit Anfang Februar nehmen sie an dem Projekt „Leben bis zuletzt“ teil, das das Lukas-Hospiz zusammen mit der Münsteraner Gruppe Team Zirkel für 400 Herner Schüler durchführt
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Pressemeldung "Hallo Herne" März 2011