Das KLANG-Angebot im Lukas-Hospiz

Im Lukas-Hospiz können wir verschiedene Formen der Klangbegleitung anbieten, zugeschnitten auf den Wunsch oder die Vorlieben des Gastes und seiner Angehörigen.

 

1.        Die Klangschalen

Es gibt viele Möglichkeiten, Klangschalen zu nutzen.

Bei einem Klangspaziergang, bei dem ein meditativer Text vorgelesen und gleichzeitig unterschiedliche Klangschalen angeschlagen werden, kann sich der Zuhörer das Vorgelesene vorstellen und sich „fallen lassen“ bzw. sich entspannen.

Weiter besteht die Möglichkeit einer Klangmassage. Einige Mitarbeiter haben eine Weiterbildung besucht und bringen auf Wunsch die Klangschalen in dieser Form zum Einsatz.

In der letzten Lebensphase reicht den Menschen oft das Anschlagen unserer Klangschalen, um zur Ruhe zu kommen oder Ängste zu nehmen. In manchen Fällen können Klangschalen auch helfen, Schmerzen zu lindern.

 

2.        Das Harfenensemble (LUKAeSterchen) des Hospizes

Neben dem Angebot der Klangschalen können Sie, aktiv oder passiv, mit uns musizieren. Im Januar 2011 wurde das LUKAeSterchen (der Begriff ist zusammengesetzt aus Lukas-Hospiz und Orchesterchen) gegründet, eine Gruppe von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern im Hospiz, die schon immer ein Instrument spielen wollten, dieses aber aus verschiedenen Gründen nie umsetzen konnten. 
Wir musizieren mit Veeh-Harfen (auch Zauberharfen), Instrumenten, die ähnlich einer Zither aufgebaut sind. Unter die Saiten, die von oben nach unten gespannt sind, wird ein „Notenblatt“ gelegt. Mit dem Zeigefinger kann man diese „Notenpunkte“ von oben nach unten anzupfen und hört ohne  langes  Üben sofort eine Melodie und hat sehr schnell ein Erfolgserlebnis.

Das Musizieren in der Gruppe, ein- oder mehrstimmig, manchmal noch unterstützt durch Gitarrenbegleitung, bereitet allen Teilnehmern viel Freude.

Wir treffen uns alle zwei Wochen im Hospiz und musizieren etwa zwei Stunden.
Gerne können Sie mal vorbeischauen und „schnuppern“. Vielleicht bekommen Sie ja Lust,  mit uns zusammen zu musizieren. Vielleicht möchten Sie aber auch einfach nur zuhören und den Klang der Harfen auf sich wirken lassen. Wir freuen uns über jeden, der dazukommt. Einige Instrumente können leihweise
zur Verfügung gestellt werden.
Termine der Treffen finden Sie in den Lukas-Terminen.

Vielleicht nehmen Sie aber auch direkt Kontakt zu Ilse von der Beck auf, die die Gruppe leitet und als Krankenschwester, Fachkraft für Palliative Care und Musikgeragogin im Lukas-Hospiz tätig ist.
Sie können sie direkt im Hospiz ansprechen oder kontaktieren sie über einen Anruf im Hospiz unter 02323/2297111.


3.        Musikangebot

Musik- die beste Art der Kommunikation (Angelo Branduardi)

Unser Hospiz ist ein Ort, an dem unheilbar kranke Menschen ihre letzte Lebenszeit verbringen. Hier sollen sie sich wohl fühlen können, hier dürfen sie sich geborgen fühlen, hier versuchen wir, auf ihre Bedürfnisse einzugehen.

Wo man singt, da lass dich ruhig nieder.

Eine Möglichkeit, Zugang zu den Menschen zu bekommen, ist die Musik. Unsere Mitarbeiterin Ilse von der Beck, Krankenschwester und Musikgeragogin, nutzt diese, um die hier wohnenden Menschen und auch deren Angehörige zu erreichen.

Bei Menschen, die Freude am Singen haben, ob allein im eigenen Zimmer oder in der Gruppe im Gemeinschaftsraum, kann die Gitarre als Begleitinstrument für den gemeinsamen Gesang oder für gemeinsames Musizieren eingesetzt werden. Klangstäbe, vielfarbiges Glockenspiel, Oceandrum, Harfen usw. sorgen für vielfältige Klänge.

 

Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an (ETA Hoffmann)

Mit einem leisen Gitarrenspiel, einer gesummten spontan entstandenen oder bekannten Melodie ist es möglich, Menschen ohne Worte in ihrem Innersten zu erreichen, wenn eine andere Art der Kommunikation nicht mehr möglich ist.

Ebenso können Melodien aller Art, von Volksliedern über Klassik, Kirchenliedern bis Gospel, Greensleeves, Kinderliedern bis Kanons, gespielt mit der Veeh- Harfe, dieses Ziel erreichen.

Vorsichtig eingesetzte Instrumente können positive Effekte auslösen, können Erinnerungen wachrufen. In manchen seltenen Fällen ist auch der Einsatz eines CD-Players mit jeweils zur Situation passenden CD denkbar, um bei Bedarf beruhigend oder entspannend zu wirken.

 

Musik ist die gemeinsame Sprache der Menschheit (Henry Wadsworth Longfellow)

Auch bei Menschen, die eine andere Musikkultur gewohnt sind, ist Musik in der letzten Lebensphase einsetzbar.

Musik allein ist die Weltsprache und braucht nicht übersetzt zu werden (Berthold Auerbach, dt. Schriftsteller).

 
Wichtig allein ist das Wohlbefinden des Gastes, seine Vorlieben,
Abneigungen, Wünsche aber auch eine Ablehnung des Angebotes werden beachtet.